Dienstag, 20. November 2007

Stundenplan

Nach ein paar Wochen kamen nebst dem Chinesischunterricht noch andere Sachen dazu und so sieht unsere Stundenplan mittlerweile aus:
***Bild folgt***

Wir Austauschschueler haben von Montag bis Freitag von 7.30 bis 16.30 Uhr Schule.

7.30 bis 9.00 jeden Morgen Chinesischunterricht

9.00 bis 11.00 entweder
Musik - total cool, auch wenn wir alle nicht musikalisch sind, wir lernen chinesische Lieder oder auch mal Taenze
Geschichte - wurde leider kein Lehrer gefunden, duerfen uns in dieser Zeit Filme auf dem Laptop der Lehrerin anschauen
Kalligrafie - in der Schweiz noch voll fasziniert, finde ich es hier langweilig, zumindest den Unterricht
Wushu - Chinesisches Kungfu, nur schade dass uns danach keine Duschen zur Verfuegung stehen
Library - eigentlich eine Stunde, wo wir machen koennen was wir wollen, in die Turnhalle oder lernen

11.00 bis 11.40 jeden Tag Computerclass - weil nicht alle zuhause Internet haben

11.40 koennen wir fruehzeitig in die Cafeteria gehen fuers Mittagessen. Das erspart uns ein langes Anstehen. Mit dem Schoollunch haben wir wirklich auch das grosse Los gezogen. Es gibt 3 Stockwerde mit Reis und vielen Dishes, verschiedene Sorten Noodles oder Suppen mit so leckerem Fladenbrot. Alles superlecker und wir mussen nichts dafuer zahlen. Zum Vergleich die Schueler der anderen Schule, wo sie nicht auswaehlen koennen und das Cafeteriaessen ungeniessbar sei, und deshalb jeden Tag in kleine Restaurants gehen.

13.00 Uhr faengt faengt dann der Unterricht in der Klasse meiner Gastschwester an. Dort verstehe ich immer noch fast nichts. Ich kann dem Unterricht nicht folgen, so sehr ich mich anstrenge und lerne deshalb fuer mich oder mache Hausaufgaben, so gut das geht in der Klasse.

16.30 kann ich aus dem Unterricht und gehe nach Hause oder haenge noch ein bisschen mit den Austauschschuelern rum. Meine Gastschwester hat erst um 18 Uhr aus.

Das ist der Schulalltag von mir. Meine chinesischen Mitschueler haben es einiges strenger: Sie haben von Montag bis Samstag Schule. Im 2. Highschooljahr bis 18 Uhr, im 3.und letzten Highschooljahr jeden Tag sogar bis 21 Uhr. Am Sonntag ist frei, aber viele besuchen da noch zusaetzliche Klassen.
Fuer die Chinesischen Schueler ist Schule das Wichtigste. Alles bezieht sich auf den Test nach 3 Highschooljahren. Das Ergebnis bestimmt welche Universitaet einem aufnimmt.
Freizeit haben sie fast keine. Und deshalb kann ich leider mit meinen chinesischen Klassenkameraden nicht viel unternehmen. Ich verbringe immer noch viel Zeit mit den Austauschschuelern, was voll Spass macht, aber da reden wir natuerlich immer Englisch.

Neben der Schule: Um 6.30 stehe ich auf und gehe ins Badezimmer. Meine Gastmutter ist schon auf und macht bzw. kocht Morgenessen. Um etwa 7 Uhr gehen wir los und entweder meine Gastmutter oder mein Gastvater bringt uns mit dem Auto zur Schule (etwa 3km). Nach der Schule nehme ich den Bus fuer nach Hause. Um etwa 19 Uhr essen wir Znacht und ich lerne noch ein bisschen oder schaue mit meiner Gastmutter fern, nicht dass ich viel verstehen wuerde, aber weils gemuetlich ist und wir oft ein bisschen reden. Danach schaue ich das ich schoen frueh ins Bett komme, so muede wie ich bin!

Montag, 12. November 2007

Sportsmeeting

Der andere grosse Anlass war das Sportsmeeting. Wir hatten zuvor ein Plakat fuers Einlaufen unserer Internationalsection gestaltet und mussten unserer Lehrerin lange erklaeren, dass unsere Laender keine tradionelle Kleidung haetten, oder dass wir die jedenfalls nicht tragen und auch nicht mit haben um an diesem Tag anzuziehen, sorry. Das Sportmeeting ist allerdings eher contraproduktiv, denn nur wenige nehmen daran teil und alle anderen Schueler sitzen auf der Tribuene und schlemmern den ganzen Tag. Am Tag davor war ich auch mit meiner Gastschwester und Freundinnen im Supermarkt um fuer diesen langen Tag auf der Tribuene einkaufen, jede mit einem eigenen Wagen der am Ende zumindest bei meiner Gastschwester auch ziemlich voll war. Unten auf dem Sportplatz ging der Tag allerdings schnell vorbei, ich habe beim Sprint und Hochsprung mitgemacht, und viele neue Bekanntschaften geschlossen.

Talentshow

Ende September gab es 2 spezielle Schulanlaesse. Der eine ist das Art Festival . Die ganze Schule ging an diesem Tag ins grosse Theater im Zentrum der Stadt. Dort fand die grosse Talentshow unserer Schule statt, wo unteranderem auch wir der ganzen Schule vorgestellt werden sollten.
Obwohl wir Austauschschueler alle keine tollen Talente haben, mussten wir uns trotzdem etwas einfallen lassen. Wir einigten uns auf eine Backstreetboys Performance zur Schnultze "I want it that way". Jeweils nach der Schule hatten wir versucht einen Tanz dazu einzustudieren, es war total lustig! Der Autritt fuer die Vorausscheidungen war schrecklich, aber wegen dem Auslaenderbonus wurden wir natuerlich trotzdem genommen.

Fuer den Auftritt sollten wir uns einheitliche T-shirts kaufen und im grossen Walmarts Einkaufzenter wurden wir fuendig. Ein total kitischiges Maedchen Langamshirt, dass die harten Jungs in suessem Rosa wollten und wir 2 Maedels in Weiss kauften.
Die Show war total fasziniered. Es hatte wunderschoene Tanzauftritte, viele tradionelle Musik mit ihren speziellen Instrumente, tolle Gesangs und Kongfu Auffuehrungen. Die schwulen pinken Shirts, ueber die wir uns zuvor total amusierten, hatte ich das Gefuehl bereuten die Jungs vor dem Auftritt fast ein bisschen, so wie unsere ganze bloede Performance. Aber eingentlich war es dann ganz lustig. Seth sagte ein chinesisches Gedicht auf, Mirco einen Zungenbrecher, Jan sag die chinesische Version von Bruder Jakob und Eli und ich das Kinderlied "twinkle twinkle little star", bevor wir dann loslegten haha...

Samstag, 10. November 2007

Mein chinesischer Name

jiang jing xue

姜靖雪

(sprich in etwa tsiang tsing schuee)

Schon in der ersten Woche habe ich mit meiner Gastmutter und Gastschwester einen chinesischen Namen fuer mich ausgesucht.
Das erste Zeichen ist der Familienname meiner Gastfamilie. Das gleiche Zeichen und Aussprache bedeutet auch Ingwer. Jing bedeutet glaub ich Frieden und das letzte Zeichen ist Schnee.
Eigentlich sagt mir fast nur meine Gastfamilie so. Alle Anderen nennen mich ach hier deby. Ich hatte naemlich echt lang Probleme meinen Namen richtig auszusprechen... :o)

Passfotos

In der ersten Woche hier in Harbin war ich mit meiner Gastschwester und einer Freundin shoppen. Das war voll spannend aber danach war ich todmuede von den vielen Eindruecken. Wir gingen in ein riesiges Einkaufszentrum. Riesig bedeutet jetzt aber nicht, dass da viel Platz war. Nein, sondern dort hat es riesig viele Sachen und Leute, vollgestopft und heiss. Wir haben uns Schulsachen, wie Stifte und Hefte gekauft. Alles voll suess und kitschig, daran musste ich mich zuerst ein bisschen gewoehnen. Ich habe Erdbeer und Winnie the Pooh Schulhefte, Minnie und Micky Mouse Stifte...sonst noch dauernd gesehen: Hello Kitty, Snoopy und alle Disney Figuren :)
Etwa eine Stunde lang haben wir dann noch Passfotos gemacht. Die sind hier einfach genial! Ich hab mich sofort in diese Dinger verliebt! (mache auch in der Schweiz gerne Fotos, aber das ist dagegen voll oede!) Man kann aus unendlich vielen Hintergruenden auswaehlen und sie kosten natuerlich auch fast nichts.
Es folgen sicher noch mehr Fotos....