Sonntag, 30. Dezember 2007

Unterschiede an der Schule

Schon wieder ueber die Schule... aber der letzte Beitrag wurde zu lang um das noch dazuzuschreiben.
Hier naemlich ueber ein paar Unterschiede an der Schule:

1) Flagrising Ceremonie
Jeden Montag Morgen um 10 Uhr gehen alle Schueler in Klassen aufgereiht auf den grossen Platz vor der Schule. Der Direktor und auch immer ein Schueler sprechen ein paar Worte vom Podium, die auch schon Mal, vor allem im Sommer in der prallenden Sonne, zu lang werden koennen. Dann ertoent die Nationalhymne und ein Schueler hisst die grosse Flagge, die mitten auf dem Schulhof steht.

2) Morningexercise und Eyemessage
Um die selbe Zeit an den anderen Wochentagen finden auf dem grossen Platz die Morningexercises der ganzen Schule statt. Im Sommer war das ein lustiger aerobicartiger Tanz mit Musik im Hintergrund. Das sieht schon eindruecklich aus wenn alle 2300 Schueler gleich rumhuepfen. Danach marschiert jede Klasse schoen aufgereiht zurueck ins Gebaeude. Waehrend dem der Vorsteher die perfekten Klassen vom Podium aus ruehmt und andere Lehrer sich Notizen machen. Im Marschieren ist unsere Internationalsection echt klaeglich, aber im Tanzen geben wir uns doch wirklich Muehe. Im Winter sieht die Morningexercise etwas anders aus, da laeuft jede Klasse eine Runde ums Schulgebaeude.
Am Nachmittag bevor der Unterricht beginnt, geht im Lautsprecher an und eine Stimme, die immer wieder von 1 bis 8 zaehlt mit Hintergrundmusik ertoent, und alle Schueler praktizieren die verschiedenen Augenmassage Uebungen, damit die Augen nicht Muede werden und sie sich wieder voll konzentrieren koennen.

3) Uniform
Jede Schule handhabt das mit der Uniform etwas anders. Unsere Uniform ist ein Sportanzug. Alle in einem Jahrgang haben den selben. Die Hosen muessen nicht getragen werden, aber die Jagge ist Pflicht. Im Sommer gibts ein einheitliches Shirt, andere weisse Kleidung ist aber auch ok.In unserem Klassenzimmer, als wir die Schuluniform erhielten

4) grosse Klassen
In meiner Klasse sind etwas ueber 50 Schueler. Eine Freundin hat mir erzaehlt, das in ihrer Oberstufenklasse sogar 80 Schueler waren.

5) der lange Schultag
Darueber habe ich ja schon im letzten Beitrag geschrieben, dass viel laenger Schule ist als in der Schweiz.

6) Sportunterricht
Ja, es gibt einen Sportunterricht. Der unterscheidet sich aber echt krass vom Unterricht in der Schweiz. In den ersten paar Wochen wurden noch der Morningexercisetanz oder das Marschieren geuebt, doch danach ist die Sportstunde nicht viel mehr als eine Freistunde. Mehr als meine halbe Klasse befindet sich zu dieser Zeit in der Internetbar. Die Sportlehrer spielen gemeinsam Basketball. Ein paar Jungs kann man beim Fussball oder Basketballspielen sehen. Maedchen machen allgemein nicht gern Sport, denn sie schwitzen ja nicht gerne.
Da sehne ich mich richtig nach dem Sportunterricht in der Schweiz, wo man dafuer die Kleider wechselt, zu mindest in meinen bisherigen Klassen auch die Maedchen sich richtig ausgegeben, man Mannschaftsspiele spielt und danach duschen gehen kann.

7) Schlafen im Unterricht
Bei dem langen Unterricht und den vielen Hausaufgaben kommt so bei vielen der Schlaf zu kurz. Study yourself- Stunden dienen also meistens dazu ein Nickerchen zu halten. Allerdings kommt das auch im Unterricht viel vor. Einmal hatte der Physiklehrer in der ganzen Klasse nicht viel mehr als 8 Leute, die seinem Unterricht zuhoerten und nicht den Kopf auf dem Pult auflegten. Ein paar Lehrer sagen nichts, bei der einen Lehrerin mussten aber auch schon Schueler, die geschlafen hatten, den Rest der Stunde stehend verbringen.

so jetzt hoere ich mal auf, es gaebe aber sicher noch mehr zu erzaehlen...

Donnerstag, 20. Dezember 2007

Wushu

Nach einiger Zeit wussten wir Austauschschueler nicht mehr so was zu unternehmen am Wochenende. Harbin hatten wir doch schon ziemlich ausgekundschaftet. Und so beschlossen der deutsche Autauschschueler und ich uns auf die Suche nach der Wushu (Chinese Kongfu) Lehrerin zu machen, von der eine Schuelerin von letztem Jahr uns ihre Visitenkarte hiergelassen hat.
Nun lernen wir jeden Dienstag von 5.30 bis 7.30 und samstags von 1 bis 4 Wushu. Die anderen Schueler sind alles kleine Jungs, total beweglich, talentiert und so suess. Uns nennen sie, wie in China ueblich, grosser Bruder und grosse Schwester. Mittlerweile haben wir die selben coolen Satingewaender und werden echt besser. Ich konnte zuvor nicht einmal das Rad, und wer weiss vielleicht schaffe ich, wenn ich auch so krass dehne wie die anderen, schon bald den Spagat.

Unsere Lehrerin hat uns auch schon zum Znacht und zu sich nach Hause eingeladen. Das ist immer total lustig (ihr Mann stosst ganz gerne mit uns an) und auch gut um unser Spoken Chinese zu praktizieren.

Samstag, 1. Dezember 2007

wo genau

China中国 ist ja riesig und damit ihr euch besser vorstellen koennt, wo ich denn genau bin hier eine Karte:

Die Stadt heisst Harbin 哈尔滨 und ist der Hauptort der noerdlichsten und somit an Russland grenzenden Provinz Heilongjiang 黑龙江. Harbin liegt etwa auf gleicher Hoehe wie die Schweiz.

Ueber die Anzahl Einwohner habe ich schon Verschiedenes gehoert. Mit Umgebung sollen es bis zu 9 Millionen sein, zaehlt man nur das Zentrum etwa 3 Mio.
Der Winter hier in Harbin ist besonders lang und kalt. Die Teifsttemperaturen leigen bei -30 Grad. Im Sommer wird es aber auch richtig heiss mit 30 Grad.

Als AuslaenderIn ist man hier typischerweise Russin, weil es hier schon seit langer Zeit recht viele Russen gibt. Den Einfluss kann man gut sehen, viele Gebaeude sehen ziemlich westlich aus und die beruehmteste Fussgaengerstrasse im Zentrum wurde von den Russen erbaut.
Ich werde von fremden Leuten oft gefragt ob ich Russin bin, oder gar in Russisch angesprochen.

Dienstag, 20. November 2007

Stundenplan

Nach ein paar Wochen kamen nebst dem Chinesischunterricht noch andere Sachen dazu und so sieht unsere Stundenplan mittlerweile aus:
***Bild folgt***

Wir Austauschschueler haben von Montag bis Freitag von 7.30 bis 16.30 Uhr Schule.

7.30 bis 9.00 jeden Morgen Chinesischunterricht

9.00 bis 11.00 entweder
Musik - total cool, auch wenn wir alle nicht musikalisch sind, wir lernen chinesische Lieder oder auch mal Taenze
Geschichte - wurde leider kein Lehrer gefunden, duerfen uns in dieser Zeit Filme auf dem Laptop der Lehrerin anschauen
Kalligrafie - in der Schweiz noch voll fasziniert, finde ich es hier langweilig, zumindest den Unterricht
Wushu - Chinesisches Kungfu, nur schade dass uns danach keine Duschen zur Verfuegung stehen
Library - eigentlich eine Stunde, wo wir machen koennen was wir wollen, in die Turnhalle oder lernen

11.00 bis 11.40 jeden Tag Computerclass - weil nicht alle zuhause Internet haben

11.40 koennen wir fruehzeitig in die Cafeteria gehen fuers Mittagessen. Das erspart uns ein langes Anstehen. Mit dem Schoollunch haben wir wirklich auch das grosse Los gezogen. Es gibt 3 Stockwerde mit Reis und vielen Dishes, verschiedene Sorten Noodles oder Suppen mit so leckerem Fladenbrot. Alles superlecker und wir mussen nichts dafuer zahlen. Zum Vergleich die Schueler der anderen Schule, wo sie nicht auswaehlen koennen und das Cafeteriaessen ungeniessbar sei, und deshalb jeden Tag in kleine Restaurants gehen.

13.00 Uhr faengt faengt dann der Unterricht in der Klasse meiner Gastschwester an. Dort verstehe ich immer noch fast nichts. Ich kann dem Unterricht nicht folgen, so sehr ich mich anstrenge und lerne deshalb fuer mich oder mache Hausaufgaben, so gut das geht in der Klasse.

16.30 kann ich aus dem Unterricht und gehe nach Hause oder haenge noch ein bisschen mit den Austauschschuelern rum. Meine Gastschwester hat erst um 18 Uhr aus.

Das ist der Schulalltag von mir. Meine chinesischen Mitschueler haben es einiges strenger: Sie haben von Montag bis Samstag Schule. Im 2. Highschooljahr bis 18 Uhr, im 3.und letzten Highschooljahr jeden Tag sogar bis 21 Uhr. Am Sonntag ist frei, aber viele besuchen da noch zusaetzliche Klassen.
Fuer die Chinesischen Schueler ist Schule das Wichtigste. Alles bezieht sich auf den Test nach 3 Highschooljahren. Das Ergebnis bestimmt welche Universitaet einem aufnimmt.
Freizeit haben sie fast keine. Und deshalb kann ich leider mit meinen chinesischen Klassenkameraden nicht viel unternehmen. Ich verbringe immer noch viel Zeit mit den Austauschschuelern, was voll Spass macht, aber da reden wir natuerlich immer Englisch.

Neben der Schule: Um 6.30 stehe ich auf und gehe ins Badezimmer. Meine Gastmutter ist schon auf und macht bzw. kocht Morgenessen. Um etwa 7 Uhr gehen wir los und entweder meine Gastmutter oder mein Gastvater bringt uns mit dem Auto zur Schule (etwa 3km). Nach der Schule nehme ich den Bus fuer nach Hause. Um etwa 19 Uhr essen wir Znacht und ich lerne noch ein bisschen oder schaue mit meiner Gastmutter fern, nicht dass ich viel verstehen wuerde, aber weils gemuetlich ist und wir oft ein bisschen reden. Danach schaue ich das ich schoen frueh ins Bett komme, so muede wie ich bin!

Montag, 12. November 2007

Sportsmeeting

Der andere grosse Anlass war das Sportsmeeting. Wir hatten zuvor ein Plakat fuers Einlaufen unserer Internationalsection gestaltet und mussten unserer Lehrerin lange erklaeren, dass unsere Laender keine tradionelle Kleidung haetten, oder dass wir die jedenfalls nicht tragen und auch nicht mit haben um an diesem Tag anzuziehen, sorry. Das Sportmeeting ist allerdings eher contraproduktiv, denn nur wenige nehmen daran teil und alle anderen Schueler sitzen auf der Tribuene und schlemmern den ganzen Tag. Am Tag davor war ich auch mit meiner Gastschwester und Freundinnen im Supermarkt um fuer diesen langen Tag auf der Tribuene einkaufen, jede mit einem eigenen Wagen der am Ende zumindest bei meiner Gastschwester auch ziemlich voll war. Unten auf dem Sportplatz ging der Tag allerdings schnell vorbei, ich habe beim Sprint und Hochsprung mitgemacht, und viele neue Bekanntschaften geschlossen.

Talentshow

Ende September gab es 2 spezielle Schulanlaesse. Der eine ist das Art Festival . Die ganze Schule ging an diesem Tag ins grosse Theater im Zentrum der Stadt. Dort fand die grosse Talentshow unserer Schule statt, wo unteranderem auch wir der ganzen Schule vorgestellt werden sollten.
Obwohl wir Austauschschueler alle keine tollen Talente haben, mussten wir uns trotzdem etwas einfallen lassen. Wir einigten uns auf eine Backstreetboys Performance zur Schnultze "I want it that way". Jeweils nach der Schule hatten wir versucht einen Tanz dazu einzustudieren, es war total lustig! Der Autritt fuer die Vorausscheidungen war schrecklich, aber wegen dem Auslaenderbonus wurden wir natuerlich trotzdem genommen.

Fuer den Auftritt sollten wir uns einheitliche T-shirts kaufen und im grossen Walmarts Einkaufzenter wurden wir fuendig. Ein total kitischiges Maedchen Langamshirt, dass die harten Jungs in suessem Rosa wollten und wir 2 Maedels in Weiss kauften.
Die Show war total fasziniered. Es hatte wunderschoene Tanzauftritte, viele tradionelle Musik mit ihren speziellen Instrumente, tolle Gesangs und Kongfu Auffuehrungen. Die schwulen pinken Shirts, ueber die wir uns zuvor total amusierten, hatte ich das Gefuehl bereuten die Jungs vor dem Auftritt fast ein bisschen, so wie unsere ganze bloede Performance. Aber eingentlich war es dann ganz lustig. Seth sagte ein chinesisches Gedicht auf, Mirco einen Zungenbrecher, Jan sag die chinesische Version von Bruder Jakob und Eli und ich das Kinderlied "twinkle twinkle little star", bevor wir dann loslegten haha...

Samstag, 10. November 2007

Mein chinesischer Name

jiang jing xue

姜靖雪

(sprich in etwa tsiang tsing schuee)

Schon in der ersten Woche habe ich mit meiner Gastmutter und Gastschwester einen chinesischen Namen fuer mich ausgesucht.
Das erste Zeichen ist der Familienname meiner Gastfamilie. Das gleiche Zeichen und Aussprache bedeutet auch Ingwer. Jing bedeutet glaub ich Frieden und das letzte Zeichen ist Schnee.
Eigentlich sagt mir fast nur meine Gastfamilie so. Alle Anderen nennen mich ach hier deby. Ich hatte naemlich echt lang Probleme meinen Namen richtig auszusprechen... :o)

Passfotos

In der ersten Woche hier in Harbin war ich mit meiner Gastschwester und einer Freundin shoppen. Das war voll spannend aber danach war ich todmuede von den vielen Eindruecken. Wir gingen in ein riesiges Einkaufszentrum. Riesig bedeutet jetzt aber nicht, dass da viel Platz war. Nein, sondern dort hat es riesig viele Sachen und Leute, vollgestopft und heiss. Wir haben uns Schulsachen, wie Stifte und Hefte gekauft. Alles voll suess und kitschig, daran musste ich mich zuerst ein bisschen gewoehnen. Ich habe Erdbeer und Winnie the Pooh Schulhefte, Minnie und Micky Mouse Stifte...sonst noch dauernd gesehen: Hello Kitty, Snoopy und alle Disney Figuren :)
Etwa eine Stunde lang haben wir dann noch Passfotos gemacht. Die sind hier einfach genial! Ich hab mich sofort in diese Dinger verliebt! (mache auch in der Schweiz gerne Fotos, aber das ist dagegen voll oede!) Man kann aus unendlich vielen Hintergruenden auswaehlen und sie kosten natuerlich auch fast nichts.
Es folgen sicher noch mehr Fotos....

Dienstag, 16. Oktober 2007

Schulbeginn

In Harbin angekommen, hatten wir zuerst noch eine Woche Ferien, bevor die Schule dann am 3. September anfing.

Diese Bilder sind vom ersten Schultag. Meine Schule heisst Harbin No. 73 High School, hat 2300 Schueler, eine Abteilung mit Schuelern aus der westlichen Provinz XinJiang, sowie eine International section mit Koreanische Schuelern und uns Austauschschueler.
An meiner Schule sind wir 5 Austauschschueler: Eli aus Oesterreich, Jan aus Deutschland, Mirco aus Italien, Seth aus Amerika und ich.
Jeden Morgen haben wir in unserem eigenen kleinen, suessen Klassenzimmer mit unserer Lehrerin Chinesischunterricht und am Nachmittag sind wir in der Klasse unserer Gastgeschwister.

Montag, 15. Oktober 2007

Zugreise nach Harbin

Am Sonntagabend reisten wir mit unseren Lehrerinnen nach Harbin. Im Gesamten sind wir 14 afs Schueler in Harbin, verteilt an drei verschiedene Schulen.
Mit dem Car fuhren wir zum Bahnhof in Beijing, wo wir dann mit unserem Gepaeck aber noch 3 Stunden warten mussten (inmitten riesiger Menschenmenge). Die Zugfahrt dauerte etwa 10 Stunden. Um 11 Uhr wurde das Licht geloescht und alle gingen schlafen.
Als wir in Harbin einfuhren wurde ich wahnsinnig nervoes, meine Gastfamilie zu treffen. Meine Gastmutter und Schwester kamen mich abholen und kaum war ich aus dem Zug gestiegen haben sie mich total herzlich begruesst.


Am Bahnhof in Beijing mit den zwei danach vollbeladenen Wagen, die uns und unser Gepaeck zu unserem Zugabteil brachten.

Deby auf der Grossen Mauer

Hier ein paar Fotos vom Ausflug zur grossen Mauer

So habe ich mir das immer vorgestellt...hihi!

Ungefaehr...Nur vielleicht ohne Regen und Regenjacke und ausgeschlafener. Ich hatte naemlich nur 3-4 Stunden geschlafen. Am letzten Abend im Camp sind wir noch lange draussen gemuetlich zusammen gehockt und haben Spiele gespielt. Spaeter im Zimmer haben Chiemi und ich uns noch lange unterhalten (sogut das ging), einander Fotos von zuhause gezeigt und Muenzen, Suesses und Passfotos ausgetauscht. Danach musste ich natuerlich noch Tagebuch schrieben!





Cynthia und ich

Mittwoch, 10. Oktober 2007

Orientation Camp in Beijing

Das erste Wochenende verbrachten alle afs Austauschschueler gemeinsam in Beijing. Vom Flughafen fuhren wir mit etwa 30 Italiener, 6 Franzosen und den 5 Oesterreichern zu einem Unverisitaetsgelaende. Viele andere von den insgesamt 126 Jugendlichen waren bereits dort. Als Erstes erhielten wir ein Umhaengebaendli mit unserem Land und Name, darunter die Stadt und Schule in China, ein T-shirt und unseren Zimmerschluessel. Die Zimmer teilten sich jeweils 2 Leute, die in die gleiche Stadt kommen. Ich war mit Chiemi, einer Japanerin, im selben Zimmer. Fuers Essen hatten wir Coupons fuer die Mensa gegenueber. Dort gab es viel Auswahl und es war alles sehr lecker, ausser den Schweineoehrchen...die waren echt gruuusig!!!






Das Programm war ziemlich locker. Am Freitag richteten sich alle erst mal ein. Wir schlossen uns dann nachmittags einer Gruppe an und besuchten den Summer Palace. Am Samstag hatten wir verschiedene Informationsveranstaltungen ueber die afs (meine Austauschorganisation) rules, safety tips etc. Ist schon wichtig, aber da wir in Beijing waren (!) und das alles schon mehrere Male gehoert und gelesen hatten, empfand ich es als langweilig und einschlaefernd. Dazwischen hatten wir aber auch viel Zeit uns kennenzulernen und auszutauschen. Natuerlich ging es immer darum herauszufinden, wer in die gleiche Stadt und Schule kommt. Dafuer waren unsere Umhaengeschildchen super praktisch. Am Sonntagmorgen besuchten wir die Grosse Mauer! Dafuer mussten wir mit 2 Cars etwa eine Stunde fahren. Davor war es immer sehr heiss gewesen, aber auf der Grossen Mauer haben wir uns alle den Po abgefroren und dazu hat es noch geregnet. Als wir zurueckkamen ging alles sehr schnell, die Lehrer waren angereist und warteten schon auf uns. Wir teilten uns auf und reisten weiter in unsere Staedte.

6 Schweizerinnen fliegen nach Beijing

Am Flughafen traf ich auch die 5 anderen Schweizer Austauschschuelerinnen. Wir kannten uns alle schon von einem Vorbereitungswochenende im Mai. Damals hatte aber erst ich eine Gastfamilie und so wussten wir noch nicht alle von einander, in welche Stadt wir kommen.Wir sind naemlich ganz verteilt. Waehrend ich in den kalten Nordosten gehe, verbringt zum Beispiel Petra ihr Jahr ganz im Sueden, nahe von Macao. Dies tauschten wir alles beim Warten aus, zeigten es einander auf einer Chinakarte, bevor wir dann gemeinsam ins Flugzeug stiegen und um 17.25 Uhr nach Wien abflogen. In Wien trafen wir auf die oesterreichischen Austauschschueler. Ein Maedchen von ihnen geht auch noch Harbin und sogar auf die gleiche Schule. Schon im Warteraum fuer den Flug nach Beijing staunte ich das erste Mal, ich hatte zuvor noch nie so viele Chinesen aufeinmal gesehen. Natuerlich war das noch nichts.

Wir 6 Schweizerinnen im Flugzeug nach Wien: Sabrina, Cynthia und ich. Hinter uns Samira, Petra und Andrea.


Der Flug ging wahnsinnig schnell vorbei. Nach dem Nachtessen und ein wenig Schlaf gab es auch schon das vorlaeufig letzte Zmorge mit Brot, Butter und Konfi. Das war schon ein ziemlich denkwuerdiger Moment. Um 11 Uhr vormittags (5 Uhr morgens in der Schweiz), also nach knapp 12 Stunden Reisezeit landeten wir in Beijing. Das Erste, was uns aus dem Flugzeug auffiel war die verschmutzte Luft und das somit komisch grelle Licht. (Das Zweite, das wir aus dem Flugzeug erkannten, war eine riesen UBS Werbung)...

Tag der Abreise

Am Donnerstag, dem 23. August war es soweit. Sogar ohne grossen Stress sind wir am Mittag in den Zug nach Zuerich eingestiegen. Die Zugfahrt mit Mama, Papa und vielen Freunden habe ich sehr genossen und ging natuerlich viel zu schnell vorbei. Am Flughafen haben dann auch noch Eberlis gewartet. Und so ging die Zeit wahnsinnig schnell vorbei und ich musste mich schon bald von allen verabschieden. Das war schon sehr traurig, aber irgendwie freute ich mich auch riesig auf das was mich erwartete!

Hallo zusammen!

Herzlich Willkommen auf meinem Blog ueber mein Austauschjahr in China!

Seit bereits mehr als einem Monat bin in Harbin, das im Nordosten Chinas liegt. Hier werde ich fuer 10 Monate bei einer Gastfamilie wohnen und eine chinesische High School besuchen.

Langsam wird es Zeit euch ein bisschen zu berichten, was ich hier alles erlebe. Aber ich weiss gar nicht wo ich anfangen soll...